Sehenswürdigkeiten & Kunst

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Neues Rathaus

Eine architektonische Besonderheit aus jüngerer Zeit stellt das in nord-deutscher Backsteinbauart errichtete Rathaus mit seinem Rundturm dar. Es wurde 1987 fertiggestellt.
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St. Jakobi-Kirche

Ein Zeuge aus älterer Zeit ist die St. Jakobi-Kirche aus dem 19. Jh., mit zwei Hauptelementen - die drei großen "Buntfenster" des Chorraumes und der neugotische Altaraufsatz (1654). Von Juli bis Oktober finden hier die "Konzerte zur Heideblüte" statt.
kuesterhaus

Küsterhaus

Das 1981 restaurierte und nach Schätzungen aus dem 15. Jh. stammende Küsterhaus gegenüber der St. Jakobi Kirche hat heute drei Funktionen:
  • es ist "Haus des Gastes", in dem regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt werden
  • es beherbergt das Büro der Touristinformation Hanstedt
  • im Obergeschoss ist die "Lüneburger Heide GmbH"
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Hanstedter Platz

Vor der Kirche liegt der Hanstedter Platz mit der Bronzeplastik des "Riesen Bruns", der gemäß einer Sage einen Felsen auf die erste in Hanstedt erbaute Kirche werfen wollte. Der Platz wurde so errichtet, dass die Wappenteile der Gemeinde "Windmühle - Riese Bruns - Schmale Aue" symbolisch oder naturalistisch wiedergegeben werden.
Alter Geidenhof

Alter Geidenhof

Hier wurde 1993 durch die Samtgemeinde und die Gemeinde Hanstedt ein Sozial- und Kulturzentrum errichtet. Der Geidenhof (der Hofname geht zurück auf den Höfner Goetke Dittmer, der den Hof um 1515 bewirtschaftete) ist seitdem der neue Ortsmittelpunkt neben der Kirche. Dieses Zentrum bietet großzügig Raum für unterschiedliche Innen- und Außenveranstaltungen. Hier findet auch freitags von 13 bis 18 Uhr ein Wochenmarkt mit regionalen Produkten statt.
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Langobarden-Labyrinth im Allerbusch

Das Wäldchen im Allerbusch wurde in den Jahren 2005 und 2007 von 15 Rentnern- der Interessengemeinschaft Hanstedt IGH- ehrenamtlich und kostenlos, durch Anlegen der Wege und Bau der Brücken der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Eine mächtige Eiche mit dem Gesicht eines Langobarden, ein kleines Labyrinth........spazieren Sie durch die mit Balken eingegrenzten Pfade des Allerbuschs. Wir wollen damit an unsere Vorfahren, den germanischen Stamm der Langobarden und deren Irrwege im Zuge der Völkerwanderung, erinnern. Bereits in vorchristlicher Zeit siedelten die Langobarden im Unterelberaum sowie im Tal der Schmalen Aue bei Hanstedt. Flurnamen erinnnern an diese Zeit- z.B. der 600m entfernte Faßenberg.
hansenbarg - verlobungsweg- negerbruecke

Verlobungsweg und Negerbrücke

1910 wurde diese romantische Brücke über die schmale Aue errichtet. Sie hat auf der vollen Länge ein Reetdach, das Geländer besteht aus rustikalen Eichenästen.
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Plastik der Künstlerin Barbara Glanzel-Westphal

Stammbaum (1995) auf dem "Alten Geidenhof", gewachsener Eichenstamm mit fünf Köpfen, Darstellung der Gemeinde Hanstedt mit seinen 4 Ortsteilen.
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Plastiken des Künstlers Max Schegulla (Bildhauer/Maler/Grafiker)

Ehrenmal aus Sandsteinschrifttafeln und Basaltsteintrittstufen (1956) für die Gefallenen des 2. Weltkrieges auf dem Kirchenfriedhof 
  • farbige Bleiglasfenster im Haus "Uhlenbusch" (1956) 
  • Betonrelief - Tiere modelliert (1984) ,Hauptgang der Haupt- und Realschule 
  • Bronzeskulptur "Riese Bruns" (1983), 3 m hoch mit bronzener Schrifttafel, modelliert auf einem Findling, Hanstedter Platz 
  • Bronzeskulptur "Widder von Hanstedt" (1987) Rathausvorplatz 
  • Holzrelief 4 m tief geschnitzt, farbig gefasst (1989) Chorraum der St. Jakobi-Kirche 
  • Bronzeskulptur "Ziege" (1999) Pausenhof der Grundschule Hanstedt

Biographische Daten

1918

1937

1942 / 43

1943 / 45

1947 / 48


1948 / 51

1958






1991

2008

Geboren am 10. Januar in Trachenberg / Schlesien

Abitur in Trebnitz / Schlesien

Universität Breslau - Studium der Architekltur-,
Skulptur- und Kunstgeschichte

Soldat

Kölner Werkkunstschulen - Lehre der Metallsplatik bei
Jackel

Hamburg - Lehre der Skulptur bei Gerhard Marcks

Heirat mit Eva Schaub, Bau des eigenen Ateliers in
Dierkshausen in der Nordheide, Entwicklung eines
eigenen Verfahrens für den Kunstguss im Wachs-
ausschmelzverfahren Großplastiken im öffentlichen
Raum in Hamburg, Winsen (Luhe), Kiel, Bochum,
Dotmund, Eine Vielzahl von Arbeiten in Kirchen von
Norddeutschland und Hamburg

Kulturpreis des Landkreises Harburg

Verstorben am 14. April in Mulsum / Norddeutschland
Urnenbeisetzung am 18. April in Stade / Niedersachsen

      

gundlach

Maler Henry Gundlach

Zauber der Landschaft 


Seine Werke faszinieren bis heute. Im Hotel Sellhorn und im Restaurant Heidepeter in Hanstedt haben seine Werke einen würdigen Platz gefunden. Henry Gundlach ist seit mehr als 45 Jahren tot, doch seine Bilder sind lebendig wie eh und je. Die Hanstedter sind stolz auf diesen einst prominenten Maler, der nicht nur die Heide, sondern auch die Nordsee so recht ins Bild gesetzt hat. Kunstkenner auf der ganzen Welt kennen die Werke dieses Künstlers, der am 23. Juni 1884 in Tarkastad (Südafrika) geboren wurde und am 2. Dezember 1964 im Krankenhaus Salzhausen starb. Die Gemeinde Hanstedt ehrt ihren prominenten Künstler postum mit der Herausgabe einer Kurzbiografie.

Vorwort

Der Maler Henry Gundlach blieb auch nach seinem Umzug von List/Sylt nach Hanstedt/Nordheide sich selbst und seiner Leidenschaft, dem Malen, treu. Allerdings wechselten die Motive; statt Strand- und Halligenbilder wurden nun Heidelandschaften und andere Motive der Heide, ganz besonders Flusslandschaften der „Schmalen Aue“ von Gundlachs Auge erfasst und in einmaliger, unverwechselbarer Weise in Ölfarben festgehalten.

Gundlach lebte mit seiner Frau zurückgezogen und relativ bescheiden am Rande des Ortes. Vielen älteren Hanstedtern ist der Maler noch gut erinnerlich, wenn er auf seinem Motorrad mit Farben und Staffelei umherfuhr, immer auf der Suche nach neuen Motiven. Der Verkauf der Bilder sicherte dem Ehepaar den Lebensunterhalt.

Gundlach war ein fleißiger Maler; es entstanden eine Reihe von Kunstwerken, die die Wohnzimmer vieler Hanstedter zieren. Der Wert und die Anziehungskraft der Bilder wurde auch von der örtlichen Gastronomie erkannt. So sind in den Gaststätten „Heidepeter“ und „Heidekrug“ Gundlachwerke zu besichtigen. Im Hotel „Sellhorn“ ist sogar ein Gundlachzimmer  mit mehreren Exponaten eingerichtet worden.

Die Gemeinde Hanstedt ehrt den Maler posthum durch Benennung des „Henry-Gundlach-Weges“, der an dem ehemaligen Gundlach-Wohnhaus entlang führt.  Der örtliche Verkehrsverein legt diese durch Spenden finanzierte Broschüre auf, die von den Gundlachliebhabern Uwe E. Wiechmann, Müllheim/Baden, und Olaf J. Holsen, Burg/ Dithmarschen, zusammengestellt wurde.

Durch die Gundlachbroschüre wird erreicht, dass das Lebenswerk des Künstlers, das auf das Engste mit der Gemeinde Hanstedt verknüpft ist, auch in den künftigen Jahren nicht vergessen wird. Zum 40. Todestag ehrte Hanstedt und der Verkehrsverein Hanstedt Henry Gundlach mit einem Gedenkstein. Der Stein steht vor dem Küsterhaus.

Hanstedt,  Juli 2002 / Dezember 2004

Hans Dieter Albers, Gemeindedirektor     Ludwig Riebesehl, Vors. Verkehrsverein                   

 9027799 1

Biographische Daten

1884

1886

 

 

 




1905 / 06


1913
1913 / 14

1921

1921


1939


1964 

Geboren als Heinrich Hugo Wilhelm am 23. Juni in
Tarkastad / Südafrika

übersiedelte die Familie nach Hamburg

Schon in der Volksschule fiel den Lehrern seine
Begabung für die Malerei auf.

Es zog ihn früh zur Malschule Wilhelm Schütze in
Hamburg, deren Schüler er wurde.

Nebenbei absolvierte er eine Lehre als Dekorationsmaler,
die er erfolgreich abschloss.

Kunstgewerbeschule am Lerchenfeld in Hamburg,
Freies, perspektivisches Zeichen bei Professor
Rampendahl
Tierstudien bei Professr Wehland
Schrift bei Rektor Richard Meyer (Wintersemester)

Heirat mit seiner Jugendliebe Frieda Böschel

Eröffnete er am 01. Mai in Westerland / Sylt in der
damaligen Nr. 32 der Strandstraße sein erstes eigenes
Atelier

zog er nach Hanstedt in sein schon vorher erworbenes
Haus "Am Steinberg 89". Hier eröffnete er das
"Malerhaus Henry Gundlach"

Verstorben am 02. Dezember
im Krankenhaus in Salzhausen

Beisetzung am 05. Dezember
auf dem Friedhof von St. Jakobi in Hanstedt

Ständige Ausstellungen seiner Werke (kein Verkauf) sind in Hanstedt im "Ringhotel Sellhorn" (Gundlach-Zimmer), im Restaurant "Heidepeter" und im Restaurant "Heidekrug" in Hanstedt, sowie im "Haus Rungholt" in Kampen auf Sylt zu sehen.

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